Autists and Aliens

Autists and Aliens

Film und Schnitt: Lucas Dülligen

(Musik und Performance in Kollaboration mit Jonathan Auth)

Autists and Aliens (Autist = Artist?) ist eine narrative Konzertperfomance, die
eine Raumschiffinstallation als Mittelpunkt und Bühne nutzt. Sie setzt sich
verspielt mit den „Popstars“ des Kunstmarktes auseinander und hinterfragt
Standards und Regeln in der aktuellen Kunstszene.

Zwei Außerirdische vom Planeten Nemutib landen mit ihrem Raumschiff im
K21. Ihre Forderung : „Hand over Damien Hirst!“
Damien Hirst sei ein Reptiloid, der neue Technologien an diverse Nationen
liefert und sich zu diesem Zweck als Künstler tarnt. Die zwei Nemutibaner
seien als „Royal Guards“ zur Erde gekommen, um Hirst zu fangen und ihn zum
System Suraki zu bringen, wo ihm dann der Prozess bevor steht.

Mit interdisziplinären Mitteln und Humor will die Arbeit den Betrachter dazu
verleiten, die Perspektive zu wechseln und Qualität nicht mit falscher
Ernsthaftigkeit zu verwechseln.

(music and performance in collaboration with Jonathan Auth)

Autists and Aliens (Autist = Artist?) is a narrative concert performance, which uses a space ship installation as focus and stage. It playfully discusses the “pop stars” of the art market and questions the standards and rules of the current art scene.

Two aliens, from planet Nemutib arrive with their space ship at the K21.
Their demand: “Hand over Damien Hirst”
Damien Hirst is a reptile, who gives away new technology to various nations whiles disguising himself as an artist. The two nemutibians are Royal Guards and came to earth to catch Hirst and bring him to the System of Suraki, where his trial awaits him.

With interdisciplinary media and humor the work asks the spectator to change their perspective and not confuse quality with false seriousness.

Sculptural Rituals

Sculptural Rituals

Sculptural Rituals ist ein Konzeptalbun über den künstlerischen Arbeitsprozess. Das Album beinhaltet 8 Songs, welche die verschiedenen Phasen von creativen Prozessen beschreiben. Zunächst gibt das Album einen einführenden Überblick über diese Prozesse. Es beschreibt die Kontinuität und Zyklen der Phasen und inspriative Quellen. Anschließend wird die erste Phase im Detail beschrieben: Der Moment der Entscheidung, folgt man der Idee/dem Gedanken oder lässt man ihn ziehen? In dem Falle, dass man sich dafür entscheidet einer Idee zu folgen, ist gewiss, dass einige Schwierigkeiten auf einen zu kommen. Doch zunächst beginnt das praktische Arbeiten am Werk. Aktion und Reflektion, bis zu dem Punkt, an dem der Künstler/ die Künstlerin das „göttliche Licht“ sieht, sich erleuchtet fühlt. Der emotionale und körperliche Zusammenbruch ist nun mit solch einer Fallhöhe unumgänglich. Um wieder aus diesem „Loch“ zu kommen, braucht es Strategien und Disziplin, doch es ist schwer sich an diese zu halten, bis der Künstler/ die Künstlerin endlich schafft auf seinem/ihrem weg wieder Fuß zu fassen, nach vorne zu sehen und die Kontrolle über sein Leben zurück zu erlangen. Dies ist der Ausgangspunkt für einen nächsten Prozess-Zyklus. Das Album endet mit einer Darstellung des Künstlers als Gott, der seine Kinder erschafft und hütet. Schlussfolgernd kann auch nur der Künstler/die Künstlerin selbst sich leiten und auch nur er/sie trägt die Verantwortung für seine/ihre Arbeiten.

Sculptural Rituals is concept album about the artistic working process. The album contains eight songs describing the different phases of creative working. First the album gives an introductory overview of this process, describing the continuity and circles of phases and inspirational sources. It continues by zooming into the first phase, the moment of decision, whether to follow an idea or thought, or whether to let go of it. In the case of following, it is accepted that some struggles might follow. Before that the practical working process starts. Action and reflection, until the point of ‘divine light’, the moment the artist feels like he/she has found higher enlightenment. The emotional and physical breakdown is inevitable. To pick up and continue afterwards discipline and strategies are needed, but are hard to follow until the artist grasps hold of his/her own decisions and finally manages to take control of his/her life again. This is the starting point of new process-circle. The album concludes by presenting the artist like a god with his/her children, the one who has to guide these children and take the responsibility for them.

Akademia

Akademia (2019)

www.akademiaoper.com

Etwas muss sich ändern. Wir sind im System eingeklemmt. Kunst scheint nur noch Kunstmarkt zu sein, wenn du uberleben willst. Kunstler schaffen fremdbestimmt. Kunst scheint nicht mehr frei zu sein.

Doch es geht ein Flustern durch die Reihen der neuen Generation: „Wir mussen etwas ändern“.

Aber was? Und wie?

Einen Alternativvorschlag zu dieser Situation, scheint es gegenwärtig nicht zu geben. Unzufriedenheit und Unwohlbefinden machen sich breit, doch diese Gefuhle sind schwer zu greifen, fast unmöglich zu benennen.

Der Weg zum Erfolg scheint klar und dennoch kaum zu meistern: zuerst die Institution, dann der Markt, auf dem es nach scheinbar vorgegebenen Richtlinien zu bestehen gilt. Was ist ein Kunstler und worauf sollen uns institutionelle Einrichtungen vorbereiten, wohin sollen sie uns leiten?

Welche Ideale sollen vertreten werden und WAS WOLLEN WIR ÄNDERN?

Kunst muss außerhalb des Systems entstehen, um dieses zu kritisieren „Wie frei ist die Kunst?, lautet die dringlichste Frage in der aktuellen Kunstdebatte. Jedes System, jeder institutionelle Raum hat seine Gesetzlichkeiten, jeder Diskurs seine Regeln. Eine Gemeinschaft verkommt allzu häufig zu einem System, das Verhalten kontrolliert und Konformität schafft. Auch die Kunst ist Teil des Systems. Welche Freiheit aber kann es fur sie innerhalb des Systems Kunstakademie, Kunstmarkt, Kapitalismus, des Systems Patriarchat noch geben?

Selbst wenn sie Systemkritik fur sich beansprucht, verändert und verbessert Kunst, die innerhalb des Systems entsteht und agiert dieses nicht, weil sie, um gehört und gesehen zu werden, gezwungen ist die Eigenschaften des Systems selbst zu ubernehmen. Kunst innerhalb des Kunstmarktes ist synonym mit Letzterem.

Erfolg in der Kunst ist derzeit gleichbedeutend mit Erfolg im patriarchalen Kapitalismus (Geld und Macht). Profitiert man erst einmal von dessen Annehmlichkeiten erscheint es unmittelbar weniger böse und korrupt als gerade eben noch.
(Jolanda Wessel)

Die Kunstakademie Düsseldorf steht exemplarisch für viele Kunstinstitutionen

„Akademia“ ist eine experimentelle Oper, die sich mit den oben genannten Fragen und Thematiken auseinandersetzt. Sie zeigt die verschiedenen Perspektiven der unterschiedlichen Positionen im institutionellen System und beleuchtet Ideale, Vorstellungen, Ängste und die persönlichen Kämpfe. Der Rahmen für diese Diskurse ist eine Beispieldarstellung verschiedener Diskursstufen und -orte im dokumentarischen Kontext der Kunstakademie Düsseldorf.

Das Projekt „Akademia“ möchte durch die Zusammenarbeit von über hundert Künstlern/ Künstlerinnen ein konkreteres Bewusstsein für die Thematik, sowohl bei den Künstlern/ Künstlerinnen selbst, als auch in der Öffentlichkeit entstehen lassen.

Nach dem Abitur erhält Lara Wittenberg eine Zulassung zur Kunstakademie. Nach und nach lernt sie die dort wandelnden Figuren und Orte der Akademie kennen und wird sich bald in der Kluft zwischen eigenen Idealen und vorherrschendem System befinden. Was als Ort von Anarchie und Freiheit angepriesen wird, entwickelt sich für Lara nach und nach zum Schauplatz eigener Zweifel, hochschulpolitischer Machtkämpfe und Hürden, die ihrer Kunst und ihrem Freiheitsgedanken im Wege stehen.

In jedem von uns steckt ein Stück Lara

Die Besucher der Oper Akademia erhalten beim Eintritt in den Malaksten Park einen Studentenausweis der Figur Lara Wittenberg. Bei einer ersten Ansprache werden Sie von Elena Ubrig und Aylin Leclaire auf der ersten Bühne als neue Studierende der Kunstakademie begrüßt. Auch die Figur Lara Wittenberg bekommt ihre Zusage, dass sie an der Kunstakademie angenommen ist und bekundet freudig ihre Erwartungen und Hoffnungen.

Die Jahreseröffnungsfeier beginnt. Beth Stone, die neue Rektorin der Kunstakademie stellt ihre Werte und Ideale vor, die teils auf neue Hoffnungen und Enthusiasmus, teils auf Schrecken und Empörung auf Seiten der Studierenden und Professoren treffen.

Nach dem Ende der Jahreseröfnung hat der Besucher/die Besucherin nun die Möglichkeit nach Belieben die eigene Reihenfolge der folgenden Szenen zu wählen. Er/sie kann als neue/r Student/in zunächst ins Asta-Café, ins Kolloquium der Klasse Malstein, zum Aktzeichen bei Harald Werl gehen oder aber einer Senatssitzung beiwohnen. Lara Wittenberg, welche am Ende jeder der folgenden Szenen mit einem Monolog uber die Situation reflektiert, hat hierbei ebenfalls ihre ganz Persönliche Reihenfolge, die fur den Betrachter auch bei anderer Reihenfolge lesbar bleibt.

Aktzeichnen bei Harald Werl

Ein paar Studenten zeichnen das Aktmodell in der Mitte des Raumes. Andere trinken Bier und beschäftigen sich anderweitig. Harald Werl sitzt Zigarre paffend auf einem Stuhl und liest Zeitung. Das Aktzeichnen ist wie der Italienische Marktplatz der Kunstakademie. Dort werden Geschichten erzählt, aus vergangenen Zeiten, der Aktuellen Kunstszene und dem neuesten Akademie Klatsch und Tratsch. Das Aktzeichnen ist hier das Ufer der Traditionalisten, ein von Männern dominierter Raum in dem es rau hergeht. Zum anderen ist jedoch ausgerechnet hier Platz fur die unterschiedlichsten Charaktere. Auch Lara begibt sich zunächst zum Aktzeichnen. Nach der ersten Verwunderung daruber, dass der Raum mehr ein Männerstammtisch als eine gelehrte Aktzeichenstunde zu sein scheint, entdeckt sie, dass dieser Ort ganz besondere Reize der Grenzuberschreitung und Leidenschaft inne hält. Davon ist sie naturlich angezogen.

Kolloquium bei Professor Malstein

Professor Walter Malstein ist ein in die Jahre gekommener Kunstler, der immer wieder zwischen der Rolle des weisen Kunstlermeisters und dem gescheiterten melancholischen alten Mannes schwankt. Die Studierenden versuchen sich und ihre Arbeit vor ihm zu behaupten. Lara wohnt nun auch ihrem ersten Kolloquium bei. Zum ersten Mal begreift sie, wie wichtig ihr das Kunstlerische Schaffen ist und sturzt sofort in eine Krise, aus der sie sich aber bald rauszieht und mit neuen energetischen Vorsetzen und Erkenntnissen aus ihr herausgeht.

Das Asta-Café

In einem 20 Meter langen Schiff findet der Besucher/die Besucherin das Asta-Café vor. An einer drehenden Theke sitzen die studentischen „Revoluzzer“ und planen den Sturz der Obrigkeit an der Akademie. Leider verliert sich der revolutionäre Akt zumeist im Trinkgelage. Lara Wittenberg, nun schon seit längerem an der Akademie, sturmt wutend ins Café, sie hat genug von Restriktionen und Auflagen und fordert die anderen Anwesenden auf, endlich in Aktion zu treten. Sie hat Hoffnung, will etwas verändern, sieht die Problematik allerdings noch nur im Kontext der Kunstakademie.

Senatssitzung

Die hohen Professoren sitzen an einer langen Tafel beisammen, um gemeinsam uber wichtige Aufgaben und Pläne der Akademie zu beraten und zu entscheiden. Hier findet Großes statt, so scheint es. Doch nach und nach wird klar, dass sich die Senatoren nur in kleinkarierten Streits und Intrigen verlieren, statt fur ihre Ideale zu Kämpfen. Auch Lara entgeht dies nicht. Sie ist enttäuscht, dachte sie doch, sie wurde hier ihre Vorbilder vorfinden. Sie begreift dass die Problematik der Restriktion und Tatenlosigket weitgreifender ist, ein gesamtgesellschaftliches Problem ist und uber die Mauern der Akademie hinaus reicht.

Das Finale

Der Kreis schließt sich. Alles wiederholt sich. Die Zuschauer finden sich nun wieder gemeinsam an der, nun gespiegelten, ersten Buhne zusammen. Ein neuer Rektor begrußt die neuen Studierenden und stellt seine Werte und Ideale vor. Lara Wittenberg kann nicht mehr nur zusehen. Sie möchte in Aktion treten. Die Menschen wachrutteln, etwas bewegen. Doch sie kommt niemals dazu, sondern wird von allen Seiten von engstirnigen Tunnelblicken umgeben und wird zerredet, bis sie daran zerbricht und zergeht.

Der Prozess

Das Stuck beschreibt unsere gegenwärtige Situation im Bezug auf kunstlerische Freiheit und nimmt sich dafur Laras Perspektive zur Hand. Jede Szene stellt Laras Reflektionsgrad dar und zeigt dem Betrachter ihre Sicht auf die Situation. Dabei wird nicht einfach mit dem Finger auf die Obrigkeit gezeigt, sondern jeder, als ein Teil des bestehenden Systems wird hier kritisiert.

In einem zweijährigen Prozess haben verschiedene Formen von Arbeitsphasen stattgefunden. Über ein Jahr entwickelte Aylin Leclaire das Konzept für Akademia. Angefangen mit Interviews, die sie mit Studierenden und Absolventen/innen der Kunstakademie Düsseldorf führte, über Recherche in Zeitungsartikeln bis hin zu Literaturrecherchen (z.b. Foucault’s „die Ordnung des Diskurs“ und Gene Sharp’s Leitfaden für gewaltlose Revolutionsstrategien „von der Diktatur zur Demokratie“). Anschließend schrieb Aylin Leclaire eine Basis des Librettos.

Nun begann der kollektive Arbeitsprozess. Leclaire gründete ein Text-Team, mit dem sie auf Basis des bestehenden Librettos die Oper Akademia schrieb. Nach mehreren Wochen regelmäßiger Zusammenarbeit stand das Finale Libretto.

Ein Kompositions-Team aus sechs Komponisten/innen begann den Text der Oper musikalisch umzusetzen. Dafür arbeiteten Komponisten/innen aus unterschiedlichsten Genres an dem Stück und formten so völlig diverse Atmosphären für die Szenen. Die Grundlage für die Oper war gegeben. Zeitgleich zu Gesprächen mit dem Künstlerverein Malkasten begann ein Bühnen-Team, aus mehreren Künstler/innen die Arbeit an fünf verschiedenen Bühneninstallationen. Über einen OpenCall, organisiert durch das Öffentlichkeits-Team, fanden sich fast vierzig Sänger und zwanzig Musiker zusammen und begannen Anfang 2019 mit der szenischen und musikalischen Erarbeitung des Stücks. Elena Ubrig übernahm die Regie des darstellerischen Parts, Aylin Leclaire die musikalische Leitung. Im Mai 2019 ging es endlich in den Park. Der Aufbau der Bühnen/Installationen begann und die Proben wurden im Park an ihren vorgesehenen Spielorten abgehalten. Ein Technik-Team realisierte einen komplexen Beschallungsplan auf den fünf Bühnen. Hundert Beteiligtezogen an einem Strang. Wo es noch etwas zu tun gab, gab es mehr als genug helfende Hände. Auch sorgte ein selbst initiiertes Catering-Team dafür, dass es rund um die Uhr für alle warme Mahlzeiten gab.

Nach zweijähriger Arbeit fand am 11.06.2019 die Premiere statt. Bei strahlendem Sonnenschein wanderten 200 Besucher vier Stunden lang durch den Malkastenpark und erkundeten Szene für Szene. Akademia wurde insgesamt sechs Mal aufgeführt und war während der ganzen Zeit restlos ausverkauft.

Akademia hatte mit der Idee eines einzelnen, eine Oper zu machen, begonnen. Durch den teil- demokratischen Arbeitsprozess, indem Aylin Leclaire für die einzelnen Teams die Organisation übernahm, als Kleber fungierte, und jedem der teilnehmenden Künstler/innen versuchte größtmögliche Freiheit zu lassen, während sie sich um Möglichkeiten der Realisierung kümmerte, entstand ein großes und komplexes Kollektivprojekt.

Der besondere Aspekt des Projektes liegt nicht darin, dass über 100 Künstler/innen zusammen gefunden haben, um ihrem Bedürfnis nach Freiheit eine Stimme zu geben und zu kritisieren, sondern dass hundert Menschen durch ihre Zusammenarbeit ein Gegenbeispiel zur gegenwärtigen Situation geschaffen haben bzw. einen möglichen Lösungsweg aufgezeigt haben. Dies hätte nicht geplant werden können, sondern konnte nur aus einer Mischung aus Leidensdruck, Sehnsucht, Konzept und Zusammenarbeit wachsen. Das so entstandene Kollektiv möchte weiter für künstlerische Freiheit im System kämpfen und arbeitet zurzeit an zukünftigen Strategien.

Bitumen

Bitumen – Experimental Techno
(Aylin Leclaire & Jonathan Auth)

Bitumen – Experimental Techno
(Aylin Leclaire & Jonathan Auth)

Hypervulva

Hypervulva (2019)

Die Arbeit Hypervulva ist eine kinetische Skulptur, die das weibliche Geschlechtsorgan interpretiert.

The work Hypervulva is a kinetic sculpture, that interprets the female genital organ.

Vulva (Serie)

Vulva (Serie) (2018)

Die Serie „Vulva“ zeigt kleine Skulpturen, die das weibliche Geschlechtsorgan interpretieren.

The Vulva series consists of small sculptures which interpret the female genital organ.

Pulsar

Pulsar (2018)

(in Kollaboration mit Palina Vetter)

Pulsar ist eine Projektion einer nahaufnahme der Sonne, auf goldenen Folie, welche in der Mitte de Raumes hängt und sich, mit der vom Besucher initiierten Luftbewegung, dreht.

Die Folie Reflektiert die Projektion in den Raum, in welchen sich eine Installation aus halbtransparentem Stoff befindet, so dass das zwei-dimensionale Bild zu einem 3-diemsionalen Raum wird, dessen Grenzen verschwimmen.

(in collaboration with Palina Vetter)

Pulsar is a close image of the sun projected onto golden foil, which turns in response to air movements created by the visitor.

The foil reflects the projection into the room, which contains an installation made of half-transparent fabric, so that the two-dimensional image becomes a three-dimensional space, allowing the narrow borders of the room to disappear.

In The Morning

Die Arbeit „In the morning“ zeigt die narrative Zeitspanne einer Erinnerung.

Die Szenerie zeigt eine alltägliche Umgebung, ein Fenster mit Gardinen und eine Deckenlampe die davor hängt. Auf den halb-transparenten Vorhängen ist ein Video projiziert, welches einen Garten bei Morgengrauen zeigt und durch den halb-transparenten Stoff nur leicht zu sehen ist. Die Deckenlampe ist nicht nur eine Lichtquelle, sondern auch eine Sounddusche welche dem Betrachter eine Klangkomposition nur dann enthüllt, wenn er sich unter der Lampe positioniert. Dadurch entsteht ein Persönlicher Intimer Raum für den Betrachter.

Die Klangkomposition ist eine poetische Klangbeschreibung eines Morgens. Sie beginnt mit Flüstern, dem Ticken einer Heizung, Körpern die sich bewegen und den Lauten einiger Krähen in der Ferne. Nur langsam ändern sich die Geräusche. Verschiedene Vögel tauchen auf, Züge sind immer häufiger zu hören, die Körper scheinen immer heftiger zu atmen.

Sowohl die subtile Zeitspanne und die Indirektheit der Arbeit, als auch die Umgebung aus unpersönlichen und persönlichen Attributen kreieren eine intime Situation, die den Betrachter sehen lässt was er nicht sieht, gleich einer verschwommenen Erinnerung.

“In the morning” is about the narrative timeline of a memory.

The scene of this installation shows an average view of a window with curtains and a lampshade hanging from the ceiling. On the semi-transparent curtains, through which one can also see outside the space, an almost dissolving video-projection of a garden is visible. The Lampshade hanging from the ceiling is not only a source light but also a sound shower that reveals a sound-piece only for the person standing underneath it, creating in intimate space for the visitor.

The sound piece is a poetic audio description of a morning. It starts with whispering, the ticking of a radiator, bodies slightly moving and the sound of crows outside the room. Slowly the piece starts changing, different kinds of birds appear, the trains that seem to pass somewhere in the distance become more frequent, two people start breathing, the breathing gets heavier but stays vague and non-explicit.

The subtle timeline and indirectness of the piece, the environment of impersonal and personal attributes create an intimate situation which makes the viewer see what they don’t see, just like a blurry memory.

Zentrum

Zentrum (2017)

„Zentrum“ (2017) ist eine skulpturale Installation aus Kunststoff, Glasfaser, Licht und Sound. Das Zentrum der Skulptur befindet sich in der Mitte einer organischen Säule, wo Licht wie ein Herz pulsiert. Es reagiert auf Rhythmen und Klicks, die von Lautsprechern außerhalb der Skulptur wiedergegeben werden.

Lange Tentakel suchen sich von beiden Enden der Säule einen Weg durch den Raum und scheinen diesen zu erobern.
Das zentrale Licht reagiert außerdem auf „Soundscapes“, die hin und wieder von Lautsprechern innerhalb der Skulptur wiedergegeben werden. Diese „Soundscapes“ sind verzerrte Aufnahmen verschiedener sozialer Situationen. Sobald der Betrachter den Raum betritt, tritt er einen Dialog mit der Skulptur.

Die Skulptur reagiert ebenfalls auf Geräusche, die vom Betrachter produziert werden, wodurch für den Betrachter kein Raum bleibt, sich diesem Dialog zu entziehen.

“Zentrum” (centre) is a sculptural installation made of plastic, fiberglass, light and sound. The centre of the sculpture is a thin part in the middle of a trunk which pulsates with light like a heart. It responds to the rhythms and clicks audible from the corners of the room around the sculpture.

Long tentacles searching for ways through the room towards the corners, growing out of the top and the bottom of the trunk and conquering the space. The ‘centre light’ also responds to the occasionally occurring soundscapes, audible from the very inside of the sculptures. These soundscapes are modifications of different social situations.

Visitor entering the sculpture’s space find themselves in a non-verbal communicative exchange with the sculpture, as it also reacts to sounds they produce and leaves no space to escape this dialog.

Conversation Situation

(In Kollaboration mit Glenn Ryszko)

„Conersation-Situation“ beschäftigt sich mit der Beziehung zweier Menschen. Die Arbeit ist in vier Abschnitte unterteilt, welche die verschieden Stufen einer solchen Beziehung zeigen. Jede Sequenz scheint einen Dialog zwischen diesen beiden Individuen preis zu geben, ohne dass ein explizites Gespräch zu hören ist. Jedoch kann der Betrachter Emotionen, Atmospheren und eine Narative entnehmen. Trotz, dass der Betrachter einige Worte aufschappen kann, bleibt der Dialog Vage, sodass der Betrachter die Lücken selbst füllt. Die Arbeit beschreibt das, was NICHT gesagt wird. Sie wird auf einem klassischen Kassettenrekorder mit einem 12-Minuten Loop Tape abgespielt.

(In collaboration with Glenn Ryszko)

“Conversation-Situation” is a work that deals with the relationship between two people. The work is divided into four sequences showing different stages of such a relationship. Each sequence seems to reveal a communication between two individuals without revealing the explicit dialog, but it transports emotions, atmospheres and a narrative. Occasionally it is possible to catch some words but the complete dialog stays vague, so that that listeners must create content for themselves. The work is about what is NOT said. The sound is presented on a classical tape recorder, containing a twelve minute looped tape.

Schwitzhütte

(In Kollaboration mit Jana Zatvarnicka)

„Schwitzhütte“ ist eine interaktive Rauminstallation, in Zusammenarbeit mit Jana Zatvarnicka. Von außen ist eine Art Hütte zu sehen, welche aus Gips, Plastik- Wellblech und Bitumen gebaut wurde und allein durch ihr Material nicht direkt einladend wirkt. Der Hauptteil der Hütte hat die Form einer Kuppel, an die ein kleiner rechteckiger Vorraum anschließt, welcher dazu dient, dem Besucher die Möglichkeit zu geben, sich um- zuziehen und nach dem Saunieren abzukühlen. Im Inneren des kuppelförmigen Hauptteils kann der Besucher einfach nur verweilen oder aber auch saunieren. Das Innere unterscheidet sich enorm von der äußeren Erscheinung der Schwitzhütte. Die Wände sind mit weißem Leinenstoff ausgekleidet und der Boden besteht aus frischer Erde. Es stehen drei Bänke aus hellem Holz im Kreis um ein Pendel (Baumrinde, abgegossen in Aluminium), welches in der Mitte von der Decke hängt. Die Bänke sind mit Kontaktmikrofonen präpariert. Jedes Geräusch, das der Besucher auf der Bank erzeugt, wird durch ein Delay geschleust und durch in der Hüttenkonstruktion versteckte Lautsprecher wiedergegeben, wodurch verschiedene archaisch klingende Rhythmen entstehen. Das Pendel in der Mitte ist an einen Motor angeschlossen, welcher über ein Mikrofon auf die Lautstärke dieser Rhythmen reagiert. Das Pendel schwingt schneller, je lauter der Geräuschpegel ist. Draußen, außerhalb der Hütte, werden Saunasteine über einem Feuer erhitzt und anschließend in die Hütte gebracht, um dort für das Saunieren Aufgüsse zu machen.

Die Arbeit behandelt verschiedenste Kreisläufe. Schon die Architektur des Werkes geht darauf ein. Das Saunieren an sich stellt ebenfalls schon einen Kreislauf dar. Auch die Sound-Pendel-Installation bildet in sich einen Kreis: Der Besucher macht ein Geräusch auf der Bank, welches, sich wiederholend, wiedergegeben wird. Daraufhin bewegt sich das Pendel, reagierend auf die Lautstärke. Dies wiederum sieht der Besucher und kann seinerseits wieder darauf reagieren, um das Pendel zu steuern.

(in collaboration with Jana Zatvarnicka)

“Schwitzhütte” is an interactive installation in collaboration with Jana Zatvarnicka. From the outside, the installation looks like a hut made of plaster, corrugated plastic and bitumen. The main part of the cabin has the shape of a dome. Visitors can experience this space, a sauna which adjoins to a small rectangular room, that gives the visitor the opportunity to get changed and cool off after. The interior differs enormously from the exterior appearance. The walls are lined with white linen cloth and the floor is made of fresh soil. There are three bright wooden benches standing in a circle around a pendulum, which hangs from the middle of the ceiling. The benches are prepared with contact microphones. Every sound that is produced on the benches passes through a delay and is reproduced by hidden speakers, so that various archaic sounding rhythms arise. The pendulum in the middle is connected to a motor, which reacts to the volume of these rhythms. The louder the rhythms sound, the faster the pendulum swings. Outside the hut, sauna stones are heated on a fireplace to be brought into the hut for sauna infusions.

Inside The Painting

Inside The Painting (2015)

Ein ca. 4 x 4 m großes, gemaltes Bild auf selbstproduziertem Latexstoff bildet einen tippi- bzw. kokonartigen Raum (ca. 1 x 1 m).Außerhalb dieses Raumes sind Lampen installiert, welche auf Geräusche reagieren. Dazu wird über verschiedene Lautsprecher und einem Körperschallwandler im Boden eine Klangkollage/Geräuschkomposition abgespielt. Die Soundkollage bildet eine, dem Bild entsprechende Komposition. Einzelnen Geräuschen sind Linien, Farben, kompositorischen Elementen oder auch poetischen Elementen aus dem Bild zugeordnet. Das Bild baut sich akustisch auf. Dem Betrachter ist es nicht möglich, aufgrund der geringen Distanz zum Bild, das gesamte Bild zusammenhängend zu betrachten. Auch durch das Licht, welches auf Höhen, Mitten und Bässe reagiert und von hinten durch das Bild auf den Latexstoff leuchtet, ist das mit Joghurt, Seife und Pigmenten gemalte Bild, nicht vollständig zu erfassen. Lediglich die Komposition der Soundkollage scheint Aufschluss über das gesamte Bild zu geben. Durch die auditive Art ein Bild darzustellen, soll die sonst vorhandene Distanz zwischen Bild und Betrachter gebrochen werden. Ebenso durch die kokonartige Form des Bildes. Der Betrachter steht im Bildraum.

A painted image (4 x 4 m, yogurt and soap with pigments, Chinese Ink) on self-produced latex material (thin layers of latex on foil) forms a Tee Pee or cocoon-like space (approx 1 x 1 m). Outside the Latex-tent I installed lights which react to sounds. Additionally a sound collage/ sound composition is played through various speakers and a sound transducer installed underneath a wooden floor plays sound as well. The sound collage forms a composition that corresponds to the image. Specific sounds represent lines, colors, compositional elements or poetic elements of the image. Spoken words, which intermittently appear in the composition, interact with the sound collage giving it specific associations and images. The painting is built up by the acoustics and structure of the sound. It is not possible for the viewer to look at the entire painting at once because of the small distance between the viewer, the cocoon like surrounding, and the latex canvas. The light responds to treble, mids, and bass and lights up the latex from the back, which keeps the viewer from grasping the entire picture. Only the composition of the sound collage seems to shed light on the whole image. This auditory way of depicting an image is meant to break down the otherwise existing distance between image and viewer. The cocoon-like shape of the image is supposed to intensify this effect

Transposition in Four Pieces

Transposition in Four Pieces (2015)

Diese Soundinstallation geht auf die architektonische Präsenz von Klang ein. Dafür hat Aylin Leclaire an vier verschiedenen Orten Geräusche aufgenommen. Aus diesen konstruierte sie Klangkollagen, die für sie personlich darstellen, was sie bei diesen Orten empfindet. Die Kollagen sind in vier Sequenzen unterteilt. Diese werden in einem dunklen, also visuell undefinierten Raum wiedergegeben, was durch einen schlichten quadratischen Eingang an einer anscheinend sonst geschlossenen Wand unterstützt wird. Dadurch entstehen wiederum neue Orte, die sich für jeden einzelnen Betrachter individuell bilden. Der Klang eines Ortes wird über Leclaires Empfindung in einen neuen Ort transformiert, der von der persönlichen Empfindung des Betrachters abhängt.

Darauf geht auch der Titel dieser Arbeit ein, welcher als Wortspiel zu verstehen ist: Transposition In Four Places – Transpositioning four places . Das Wort Transposition ist zudem in der Musik wieder zu finden. Durch die Nutzung verschiedener Lautsprecher und eines Korperschallwandlers im Boden wird die architektonische Wirkung des Klangs noch verstärkt.

This sound installation deals with the architectural presence of sound. Aylin Leclaire recorded sounds at four different locations for this work. She constructed sound collages out of these sounds which represent her experience in these spaces. The collages are divided into four sequences, which are presented in a dark, and thus visually undefined space. The entrance of the space is a square hole in a wall. The sounds of the different places transform the space into a dynamic room, where Leclaire’s experience and the viewer’s perception mix.

The title of this work is a pun referring to this transformation or mixing: Transposition In Four Places -Transpositioning four places. The word transposition can also be found in music theory. By using different speakers and a sound transducer, installed underneath the wooden floor, the architectural impression is intensified.

Kontrollstation

Kontrollstation (2014)

In der Performance Kontrollstation geht es um die Rolle der Akustik in Bezug auf den Raum und Möglichkeiten und die sich daraus ergebende Macht jedes Einzelnen, Räume durch das Intervenieren in die vorhandene Geräuschkulisse, zu gestalten.

Der auditive Part dieser Arbeit besteht aus drei Teilen, die sich jeweils aus Geräuschkollagen, gesprochenen und gesungenen Passagen zusammensetzen, welche Leclaires Gedanken zu dieser Arbeit erklären sollen. Dies geschieht innerhalb einer Latexinstallation, die den Raum in einen Innen- und einen Außenraum teilt. Der Betrachter steht im Außenraum, während Aylin Leclaire selbst im Inneren die Performance darbietet. Der Latexstoff, welcher aus Flussiglatex, Frischhaltefolie und einer Art Bitumenjod hergestellt ist, besitzt eine hautähnliche Struktur und Optik. Im Inneren des Latexgebildes sind Lampen installiert, die auf Sound reagieren. Durch den Klang der Performance scheint die Latexinstallation wie ein inneres Organ zu pulsieren und bekommt fast etwas von einem Uterus. Der gesprochene und gesungene Text behandelt die These, dass Klang einen enormen Einfluss auf die Raumwahrnehmung hat. „Wenn ich nur spreche, verändere ich schon den Raum. Dennoch ist mein Raum, der sich dabei bildet, mein ganz individueller und der Raum meines Gegenübers ist für mich nicht richtig einschätzbar.“ Dies wird durch die Lichtinstallation zusätzlich verbildlicht.

The performance “Control Station” deals with the role of acoustics and the opportunity to shape rooms by intervening with the existing background noise.

The auditory part of this work consists of three sections, each of which are sound collages, spoken and sung passages. These passages explain Leclaire’s thoughts about the content of the sound piece. Within a latex installation, the space is divided into an indoor and an outdoor space. The viewer is outside the latex construction, while Leclaire performs inside it. The latex material, which is made from liquid latex, plastic wrap and iodine bitumen, has a skin-like structure and appearance. Inside the thin latex material lights are installed, which respond to sound. The sound of the performance lights up the latex installation from the inside, so that the construction seems to pulsate like an internal organ and becomes something like a uterus. The spoken and sung text deals with the hypothesis that sound has a huge impact on the perception of space. “I can change a room only by speaking. Nevertheless, the space that forms, is my very own personal space and the space of my counterpart is not properly assessable for me.” The light installation additionally depicts this.

Das Erdbeermädchen

Das Erdbeermädchen (2014)

Diese 2014 entstandene Arbeit befasst sich mit dem Gemälde „Strawberry girl“ von Joshua Reynolds und besteht aus zwei Teilen. Beide Teile beschäftigen sich damit, was die fast skurrile Szene in Reynolds Gemälde, in der ein kleines Mädchen, das gebückt wie eine alte Frau aus einem dunklen Wald kommt und etwas für den Betrachter nicht Sichtbares in ihrer Schurze trägt, so geheimnisvoll macht.

Der erste Teil ist ein Video in Kollaboration mit Conrad Veit, das Aylin Leclaire in der Rolle des Erdbeermädchens zeigt. Die Figur des Erdbeermädchens hält eine Erdbeere in der Hand, bis ihr ein Gedanke gekommen zu sein scheint, der sie so sehr ablenkt, dass sie diese fallen lässt. Sie öffnet ihre Schürze, in welcher sie etwas mit sich trägt und schaut hinein. Was sie sieht, ist für den Betrachter unklar. Sie scheint sich zu freuen. Diese Freude schlägt jedoch sogleich in einen scheinbar tiefen Schmerz um. Sie schließt die Schürze. Das letzte Bild zeigt das Mädchen in derselben Pose wie bei Joshua Reynolds Orginal.

Der zweite Teil der Arbeit ist ein alter Mini Mayfair, der auf den ersten Blick nicht ungewöhnlich aussieht. Er ist ein Gegenstand, der einem im Alltag hin und wieder begegnet. Dennoch fällt er vielen Menschen auf, wenn sie einen solchen auf der Straße sehen.

Die Scheiben des Autos sind von innen schwarz lackiert. Nur durch zwei kleine Locher im Lack kann man in das Innere des Wagens blicken. Nur wer aufmerksam ist und sich auf das Werk einlässt, entdeckt das Geheimnis, welches sich dort im Inneren befindet: Das Erdbeermädchen liegt in einem dunklen, höhlenartigen Raum auf einem Boden, welcher vollkommen mit Erdbeeren übersät ist. Ob das Mädchen schläft oder überhaupt noch lebendig ist, ist unklar. Es ist eine sehr intime Szene, in die der Betrachter blickt, an der er jedoch nicht teilhaben kann, da es ihm nicht möglich ist, in das Innere des Autos zu dringen. Mit diesem Geheimnis, welches er letztendlich doch nicht fassen kann, verlässt er das Werk wieder.

Am Ende suggerieren und beschreiben beide Teile dieser Arbeit lediglich, dass es in dem Bild von Joshua Reynolds ein Geheimnis zu geben scheint. Die Figur im Mini ist ein Kunststoffabguss Aylin Leclaires Körpers und somit die gleiche Person wie in dem zuvor beschriebenen Video.

The work, produced in 2014, references the painting “The Strawberry Girl” by Joshua Reynolds. It consists of two parts. Both parts treat the almost bizarre scene in Reynolds’ painting, which shows a little girl bent over like an old woman, coming out of a dark forest and carrying something in her apron the viewer cannot see. This makes the painting incredibly intriguing.

The first part of the work is a video in collaboration with Conrad Veit where Aylin Leclaire plays the role of the Strawberry Girl. The figure holds a strawberry in her hand and then a thought appears in her mind. This thought distracts her so much that she drops the strawberry. She opens her apron, in which she is carrying something and looks at what is inside, which is unclear to the viewer. She is happy and suddenly her joy becomes a deep pain. She closes her apron. The last image shows the girl in the same pose as in Reynolds’ painting.

The second part of the work is an old Mini, which does not look unusual at first glance. However, this car attracts attention from many people even in day to day life. The car windows are painted black from the inside. There are two small holes scratched into the windows where the viewer can see into the car. Through these peepholes, one can see the strawberry girl lying on a dark, cavernous floor, which is completely covered with strawberries. It is unclear whether the girl is sleeping or even alive. The passive viewer leaves the installation feeling that they have encountered something intimate, but with the knowledge of an unrevealed secret.

Both parts of this work suggest and describes a secret that lies within the Joshua Reynolds painting. The figure inside the Mini is a plastic cast of Aylin Leclaire’s body, and also the same person in the strawberry girl video.

Roswithas Wunderkamer

Roswithas Wunderkamer (2013)

Die 2013 entstandene Arbeit handelt vom Alter Ego „Roswitha Seefischikowski“. Der jurtenartige Bau soll dem Betrachter, der ihn begeht, das Gefühl geben, der Person Roswitha Seefischikowski zu begegnen, ohne sie tatsächlich zu sehen. Der Raum fügt sich von außen, mit seinen rohen Dachlatten und Pappen, in die umliegende Ateliersituation ein und wird teils sogar von Anderen als Atelierfläche genutzt. Von innen weist der Raum in keinster Weise auf diesen Standort hin, sondern ist vollig in sich geschlossen.

Die Einrichtung des Raumes besteht aus oft sehr vertrauten Gegenständen, die jedoch zumeist auf eine andere Zeit, etwas Vergangenes, hinzuweisen scheinen. Zudem entwickeln Möbel etwas Absurdes, wie zum Beispiel das Baldachin-Bett, welches aus vielen anderen Mobelteilen und Gegenständen, wie einem Klavier, Schränken, Büchern etc. gebaut wurde. Anstatt einer Matratze liegt auf dem Lattenrost eine, aus Teppich geformte, Gebirgslandschaft, mit kleinen schwarzen Häusern in den Tälern. Als Baldachindecke fungiert eine umgedrehte Tischplatte, durch welche die dazugehörigen Stühle durchbrechen und im Fall stehen zu bleiben scheinen. Auch der Schreibtisch hat eine durchbrochene Tischplatte, in welcher eine goldene Miniaturstadt zum Vorschein kommt. Die linke Schublade birgt einen winzigen Wald, im Fußraum schwebt ein Baum der ein Puppenhaustischgedeck mit seinen Wurzeln hält. In der rechten Schublade schaut man durch einen Tunnel von Laub und Asten auf Joshua Reynolds „Strawberry girl“. Den gesamten Raum durchziehen somit weitere kleine Räume. Durch diese Verschachtelungen entsteht der Eindruck von Episoden oder Ausschnitten. Der Raum wirkt wie das Eintauchen in die Erinnerungen einer Person, an ihr Leben. Teils sind diese konkret, teils verschwimmen sie in Verklärung und Träumen. So scheint der Raum den Charakter einer bestimmten Person „Roswitha Seefischikowski“ zu repräsentieren. Der Betrachter kommt ihr somit also nahe, wird jedoch offensichtlich zum Betrachter, ohne sie zu berühren.

This work, produced in 2013, is about Aylin Leclaire’s alter ego Roswitha Seefichikowski. The yurt-like construction should give the viewer a feeling of meeting Leclaire’s alter ego, without actually seeing her. The room is constructed from raw battens and boards, and is situated within a studio used by other artists, camouflaging the true identity of the interior.

When the viewer enters, it becomes obvious that the space is self-contained. The decor of the room consists of objects that are familiar and seem to be from former times. Moreover, the furniture becomes something absurd. The canopy bed for example, is built from many other furniture parts and objects such as a piano, cabinets, and books. Instead of a mattress there is a carpet that mimics a mountain landscape, with little black houses sitting in the folds (or valleys) of the carpet. The canopy-ceiling is an upturned table top, chairs break through it and appear to freeze while falling. The desk is also a broken table top with a hole in the right side that reveals a golden miniature city. The left drawer of the desk contains a tiny forest. Under the desk, tree roots hover, holding a dollhouse interior. In the right drawer, looking through a tunnel of foliage and tree branches, one can see Joshua Reynold’s painting “Strawberry Girl”. The entire space is divided into small interlocking rooms that become episodes or clips. These give the impression of diving into memories of a person’s life. Some of the rooms are concrete, whereas others blur into transfigurations and dreams. Upon leaving the space, the viewer should feel as if they have met Roswitha. The homage gives the viewer the oppertinuity to observe her character, however if only with their eyes.