Roswithas Wunderkamer

Roswithas Wunderkamer (2013)

Die 2013 entstandene Arbeit handelt vom Alter Ego „Roswitha Seefischikowski“. Der jurtenartige Bau soll dem Betrachter, der ihn begeht, das Gefühl geben, der Person Roswitha Seefischikowski zu begegnen, ohne sie tatsächlich zu sehen. Der Raum fügt sich von außen, mit seinen rohen Dachlatten und Pappen, in die umliegende Ateliersituation ein und wird teils sogar von Anderen als Atelierfläche genutzt. Von innen weist der Raum in keinster Weise auf diesen Standort hin, sondern ist vollig in sich geschlossen.

Die Einrichtung des Raumes besteht aus oft sehr vertrauten Gegenständen, die jedoch zumeist auf eine andere Zeit, etwas Vergangenes, hinzuweisen scheinen. Zudem entwickeln Möbel etwas Absurdes, wie zum Beispiel das Baldachin-Bett, welches aus vielen anderen Mobelteilen und Gegenständen, wie einem Klavier, Schränken, Büchern etc. gebaut wurde. Anstatt einer Matratze liegt auf dem Lattenrost eine, aus Teppich geformte, Gebirgslandschaft, mit kleinen schwarzen Häusern in den Tälern. Als Baldachindecke fungiert eine umgedrehte Tischplatte, durch welche die dazugehörigen Stühle durchbrechen und im Fall stehen zu bleiben scheinen. Auch der Schreibtisch hat eine durchbrochene Tischplatte, in welcher eine goldene Miniaturstadt zum Vorschein kommt. Die linke Schublade birgt einen winzigen Wald, im Fußraum schwebt ein Baum der ein Puppenhaustischgedeck mit seinen Wurzeln hält. In der rechten Schublade schaut man durch einen Tunnel von Laub und Asten auf Joshua Reynolds „Strawberry girl“. Den gesamten Raum durchziehen somit weitere kleine Räume. Durch diese Verschachtelungen entsteht der Eindruck von Episoden oder Ausschnitten. Der Raum wirkt wie das Eintauchen in die Erinnerungen einer Person, an ihr Leben. Teils sind diese konkret, teils verschwimmen sie in Verklärung und Träumen. So scheint der Raum den Charakter einer bestimmten Person „Roswitha Seefischikowski“ zu repräsentieren. Der Betrachter kommt ihr somit also nahe, wird jedoch offensichtlich zum Betrachter, ohne sie zu berühren.

This work, produced in 2013, is about Aylin Leclaire’s alter ego Roswitha Seefichikowski. The yurt-like construction should give the viewer a feeling of meeting Leclaire’s alter ego, without actually seeing her. The room is constructed from raw battens and boards, and is situated within a studio used by other artists, camouflaging the true identity of the interior.

When the viewer enters, it becomes obvious that the space is self-contained. The decor of the room consists of objects that are familiar and seem to be from former times. Moreover, the furniture becomes something absurd. The canopy bed for example, is built from many other furniture parts and objects such as a piano, cabinets, and books. Instead of a mattress there is a carpet that mimics a mountain landscape, with little black houses sitting in the folds (or valleys) of the carpet. The canopy-ceiling is an upturned table top, chairs break through it and appear to freeze while falling. The desk is also a broken table top with a hole in the right side that reveals a golden miniature city. The left drawer of the desk contains a tiny forest. Under the desk, tree roots hover, holding a dollhouse interior. In the right drawer, looking through a tunnel of foliage and tree branches, one can see Joshua Reynold’s painting “Strawberry Girl”. The entire space is divided into small interlocking rooms that become episodes or clips. These give the impression of diving into memories of a person’s life. Some of the rooms are concrete, whereas others blur into transfigurations and dreams. Upon leaving the space, the viewer should feel as if they have met Roswitha. The homage gives the viewer the oppertinuity to observe her character, however if only with their eyes.