Kontrollstation

Kontrollstation (2014)

In der Performance Kontrollstation geht es um die Rolle der Akustik in Bezug auf den Raum und Möglichkeiten und die sich daraus ergebende Macht jedes Einzelnen, Räume durch das Intervenieren in die vorhandene Geräuschkulisse, zu gestalten.

Der auditive Part dieser Arbeit besteht aus drei Teilen, die sich jeweils aus Geräuschkollagen, gesprochenen und gesungenen Passagen zusammensetzen, welche Leclaires Gedanken zu dieser Arbeit erklären sollen. Dies geschieht innerhalb einer Latexinstallation, die den Raum in einen Innen- und einen Außenraum teilt. Der Betrachter steht im Außenraum, während Aylin Leclaire selbst im Inneren die Performance darbietet. Der Latexstoff, welcher aus Flussiglatex, Frischhaltefolie und einer Art Bitumenjod hergestellt ist, besitzt eine hautähnliche Struktur und Optik. Im Inneren des Latexgebildes sind Lampen installiert, die auf Sound reagieren. Durch den Klang der Performance scheint die Latexinstallation wie ein inneres Organ zu pulsieren und bekommt fast etwas von einem Uterus. Der gesprochene und gesungene Text behandelt die These, dass Klang einen enormen Einfluss auf die Raumwahrnehmung hat. „Wenn ich nur spreche, verändere ich schon den Raum. Dennoch ist mein Raum, der sich dabei bildet, mein ganz individueller und der Raum meines Gegenübers ist für mich nicht richtig einschätzbar.“ Dies wird durch die Lichtinstallation zusätzlich verbildlicht.

The performance “Control Station” deals with the role of acoustics and the opportunity to shape rooms by intervening with the existing background noise.

The auditory part of this work consists of three sections, each of which are sound collages, spoken and sung passages. These passages explain Leclaire’s thoughts about the content of the sound piece. Within a latex installation, the space is divided into an indoor and an outdoor space. The viewer is outside the latex construction, while Leclaire performs inside it. The latex material, which is made from liquid latex, plastic wrap and iodine bitumen, has a skin-like structure and appearance. Inside the thin latex material lights are installed, which respond to sound. The sound of the performance lights up the latex installation from the inside, so that the construction seems to pulsate like an internal organ and becomes something like a uterus. The spoken and sung text deals with the hypothesis that sound has a huge impact on the perception of space. “I can change a room only by speaking. Nevertheless, the space that forms, is my very own personal space and the space of my counterpart is not properly assessable for me.” The light installation additionally depicts this.